Tja, jetzt ist das Spektaktel also losgegangen, hier in Berlin, und alle hoffen sie auf eine Fortsetzung des 2006er-Sommermärchens, auf die Stimmung in der Stadt, die Euphorie der Fans. Natürlich werden am Sonntagabend alle schauen und berichten, wenn die beiden schnellsten Männer der Welt gegeneinander antreten - und wenn ich zu der Zeit nicht gerade im Zug säße, ich würde es wohl auch tun, diesen Menschen, äh... Muskelprotzen, äh... Pharma-Maschinen bei ihrer zehnsekündigen Leistungsschau zuzuschauen. Wobei: Vielleicht würde ich es auch nicht tun, so sehr haben mich diese Nachrichten der letzten Tage vor der Leichtathletik-WM wieder, ja, angewidert (Quelle SZ). ...weiter
Nachdem an dieser Stelle vorgestern abend (in der Vorberichterstattung des dann doch eher erwartungsgemäß ausgegangenen Länderspiels Aserbaidschan - Deutschland) eine große Lobhudelei über Hans-Hubert Vogts vom Zaun gebrochen wurde, haben sich die Gemüter hoffentlich wieder ein wenig beruhigt.Was jetzt folgt, ist für uns alle nicht einfach. Wir müssen damit umzugehen erst lernen.
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Trainer Baade in einem lesenswerten Kommentar zum mittwochabendlichen Spiel von Jogis Jungs.
"Luca Toni geht zu Bochum!"
Jaja, keine Sorge, natürlich alles nur erfunden. Aber trotzdem lesenswert, diese leicht verspätete Bundesligavorschau des stern-Bloggers Erik Wegener.
Und zum Schluss noch was ganz anderes: eine wunderschöne Grafik für alle Statistik-Fans drüben bei der BBC - "Where the Premier League's Players come from". Zeigt, dass das wirklich eine echte Weltliga ist, dort auf der Insel (siehe dazu auch diesen Blogeintrag).
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Heute habe ich mich tatsächlich dabei ertappt: ich hatte Mitleid mit Berti Vogts. - Ja, ich weiß, klingt blöd irgendwie, aber für seine Gefühle kann man ja schließlich nichts. Es war die Vormittagskonferenz bei uns im Büro, als die Kolleginnen fragten, was denn das für ein Länderspiel sei, gegen wen wir spielen würden und warum. Gegen Aserbaidschan, sagte ich, WM-Quali, und dass bei denen ja Berti Vogts auf der Trainerbank sitzen würde, der habe ja übrigens auch immer gesagt, dass es keine Kleinen mehr...
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Verregneter Montag in Vermont, USA, was macht man da? Na klar, die
Wiederholung des miserablen Audi-Cup Finales auf ESPN angucken, FC
Bayern Muuunich vs. Manchester United, letztere auch in den USA
bekannt, Bayern Muuunich anscheinend eher weniger. (Man wundert sich,
ist doch der FCB immerhin die Heimatmannschaft des großen Lothar M.,
ehemals Weltstar in Diensten der New York / New Jersey Metro Stars –
war da nicht mal was, mit Interview und so? Ah ja, Youtube.…) Interessanterweise läuft der hiesige Kommentator allerdings gnadenlos zu Höchstform auf, so dass man trotz Grottenkick noch ein bisschen dranbleibt. ...weiter

Anscheinend eine ganze Menge...
Zum Beispiel, dass Soccer is ruining America, wegen Loser-Kultur, Volksverdummung und anderen Verbrechen. Ist ja nunmal auch bekannt, dass
Ähm, ja...
Aber das WSJ weiß immerhin auch, dass Amerikaner vielleicht doch bald Fussball-Fans werden?
Jedenfalls interessant zu sehen, was passiert wenn eine so anerkannte Zeitung in fremden Gewässern herumschippert...
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„Sollten wir also den Milchpreis halten wollen, wäre Gomez nach Assauers Meinung wert: 18.600€"
Assauers neue Videokolumne herrlich aufgespießt vom Sportteil.
„Ronaldo ist jung. Vielleicht kann man ihn in drei Jahren für 120 Millionen Euro verkaufen, wenn er seinen Lebenswandel im Griff behält."
„Fußballökonom" Henning Vöpel macht sich in der heutigen Ausgabe der FAS keine Sorgen über das wirtschaftliche System Fußball. Höchstens über Ronaldos Lebenswandel. Vielleicht denkt er dabei an Pummel-Ronaldo
„Zwei Transfers wie die von Cristiano Ronaldo und Kaká reichen ja aus, damit der Markt völlig durchdreht. Der Wahnsinn wird von oben nach unten durchgereicht.“
Stuttgarts Manager Horst Heldt plaudert ebenso unterhaltsam wie aufschlussreich aus dem schwäbischen Nähkästchen.
„Dass für Cristiano Ronaldo 94 Millionen Euro gezahlt werden, halte ich mitten in der Wirtschaftskrise für kaum vermittelbar."
Werders Schaaf haut in die gleiche Kerbe.
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Aus einer Vorabmeldung der Neuen Osnabrücker Zeitung:
„Sportstudio“-Moderator Michael Steinbrecher wird trotz gegenteiliger Empfehlungen in der Sendung an diesem Samstag am alten Begrüßungsritual festhalten: „Ja, ich werde meine Gäste mit Handschlag begrüßen“, sagte der 43-Jährige unserer Zeitung (Samstagsausgabe).
Echt gut, dass die Kollegen aus Osnabrück da mal knallhart nachgefragt haben. ...weiter
Die Biographie von Jürgen Klinsmann
Noch vor der Weltmeisterschaft 2006 erschien im Scherz Verlag (kein Scherz, der heißt wirklich so) eine Biografie über Jürgen Klinsmann. Glücklicherweise handelt es sich um keine Autobiographie, so dass wir von wirklich schlechtem Deutsch (z.B. in der Günter Netzer Biographie), Ego-Motivations-Gerede (unerträglich bei Oliver Kahn) oder unnötigen Enthüllungen (Bodo Illgner und, ganz schlimm, Stefan Effenberg) verschont bleiben.

Es sind nur noch wenige Stunden bis zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison...
... und darauf freuen sich "Die Vorstopper" besonders:
Florian Wichelmann:
- ... auf einen überraschend starken VfB
- ... auf ein absehbares Wiedererstarken der deutschen Clubs im internationalen Geschäft
- ... auf die Ablösung von Ralf Rangnick durch Hopp-Freund Jürgen Klinsmann
Daniel Neuhann:
- ... auf Xabi Alonso bei Real Madrid
- ... auf mindestens eine geile Pressekonferenz von Van Gaal auf Trappatoni-Niveau
- ... keine Abstiegssorgen beim FC!
Falk Bömeke:
- ... auf Butt als Bayerntorhüter nach der Winterpause
- ... auf Poldi als Torschützenkönig
- ... auf gemeinsames Fußballschauen mit den Vorstoppern
Florian Neuhann:
- ... immer wieder: auf den nächsten Stadionbesuch (trotz Schweinegrippe-Gefahr!)
- ... auf die ersten Misserfolge von Felix Magath
- ... auf eine Überraschungsmannschaft wie Hoffenheim in der letzten Saison
Felix Willeke:
- ... darauf, dass Marko Pantelic am 31.08.09 wenige Stunden vor
Ablauf der Transferperiode bei Hannover 96 unterkommt. Wegen Not und
so. Von Verein oder Pante. Oder aber doch nochmal bei Hertha BSC.
- ... darauf, dass Luca Toni sich ob einer ungewohnten
Konkurrenzsituation vergrämt verpieselt und seine Ohrenschrauber wieder
in der Seria A zeigen darf. Zum Beispiel bei Aufsteiger FC Parma. Vor
durchschnittlich 15.000 Zuschauern.
- ... und damit auch ganz ehrlich: darauf, dass die Bundesliga für Fans die attraktivste Liga Europas ist.
Bild: Flickr.com/weidegruen, veröffentlicht unter der Creative Commons-Lizenz. ...weiter
Noch am Montag erklärt uns der Fußballkenner Christoph Biermann auf Spiegel online, dass es vorbei sei mit der „Mär vom Außenseiterpokal“. Jetzt, so Biermanns These, hätten die Bundesligaclubs die Bedeutung des DFB-Pokals erkannt – von wegen Geld, Renommee und Qualifikation für die Europa League. Nur schade, dass der DFB-Pokal damit auch an „anarchischem Reiz“ verliere, weil sich „kaum jemand mehr Konzentrationsmängel leistet.“
Und am Mittwoch erklärt uns der Fußballkenner Philipp Selldorf in der Süddeutschen Zeitung (noch nicht online): „Das David-Goliath-Prinzip hat ausgedient“. Die erste Pokalrunde habe genügend Beispiele vorgeführt, „dass sich die Klassenunterschiede in dem beschränkten Rahmen von 90 bzw. 120 Minuten recht gut minimieren lassen.“
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Das hatte sich Jörn Andersen sicher anders vorgestellt: Nach dem Abgang
von Kloppo in Richtung Dortmund schaffte er mit einer frischen und
motivierten Mainzer Elf den unmittelbaren Wiederaufstieg in die erste
Liga - und träumte vor einigen Wochen noch öffentlich von den großen Momenten
auf der großen Bühne:"Ich freue mich [...] auf die Duelle mit den Klubs, für die ich einst gespielt habe: Frankfurt, Hamburg, Nürnberg. Das werden für mich ganz besondere Spiele."
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Es gibt sie immer noch, diese geheimnisumwitterten Momente im modernen Fußball. Momente, die uns normalerweise verborgen bleiben. Momente, für die Sportjournalisten oft nur noch abgegriffene Floskeln parat haben: die berüchtigte "Kabinenpredigt" in der Halbzeitpause etwa.Und selten, ganz selten, darf man doch mal einen Blick hinein werfen in diese Kabine - und der Predigt lauschen.
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Vor einigen Monaten verkündete mir ein Endfünfziger, "wenn Ihr in 35 Jahren in Rente geht, sind alle Eure Chefs Chinesen". Ganz unabhängig davon, ob ich wirklich schon in 35 Jahren in Rente gehen darf, eine interessante Prophezeihung -- an die ich diese Woche denken musste.
Wir haben doch sicher in unserer Kindheit oder in der Jugend alle mal beim Länderspiel-Abend auf der Couch den Eltern die Frage gestellt, wie es denn komme, dass bei einem Fußballländerspiel der deutschen Elf in Jugoslawien, Spanien oder Chile für Unternehmen wie Marten, Bauhaus oder Hörmann geworben wird. ...weiter
Gestern war es wieder so weit: in der ersten Runde des DFB-Pokals
schied mit dem Aufsteiger Mainz 05 der erste Bundesligist
außerplanmäßig frühzeitig aus. Die Viertliga-Kicker vom VfB Lübeck
siegten über die Mainzer im Stadion an der Lohmühle mit 2:1 n. V. --
Zeit für einen Rückblick: Was waren die größten Stolpersteine für
Bundesligisten in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs?...weiter
Da haben wir den Salat: Michael Schumacher, der für reinrassige Fußballfans seine wichtigsten Auftritte als erhobener Optimismus-Daumen bei Harald Schmidt hatte, kann die Finger nicht vom Lenkrad lassen.
Seit 48 Stunden scheint der Boulevard kein anderes Thema mehr zu kennen (abgesehen von zwei weiteren Randnotizen des Motorsports: BMW-Ausstieg aus der Formel 1 und Ulla Schmidts Strafrunde in Alicante), und Deutschland überschlägt sich angeblich vor Begeisterung. Davon merke ich nichts. ...weiter

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