Salamis aus Shanghai
Vor einigen Monaten verkündete mir ein Endfünfziger, "wenn Ihr in 35 Jahren in Rente geht, sind alle Eure Chefs Chinesen". Ganz unabhängig davon, ob ich wirklich schon in 35 Jahren in Rente gehen darf, eine interessante Prophezeihung -- an die ich diese Woche denken musste.
Wir haben doch sicher in unserer Kindheit oder in der Jugend alle mal beim Länderspiel-Abend auf der Couch den Eltern die Frage gestellt, wie es denn komme, dass bei einem Fußballländerspiel der deutschen Elf in Jugoslawien, Spanien oder Chile für Unternehmen wie Marten, Bauhaus oder Hörmann geworben wird. Haben Balkan-Bewohner ein geheimes Faible für Salami aus Gütersloh? Sind die Iberer ähnlich begeisterte Heimwerker wie die Deutschen und die Baumarkt-Kette expandiert zwischen Bilbao und Gibraltar? Und der gemeine Chilene legt insbesondere bei Garagentoren Wert auf deutsche Qualitätsarbeit?
Weit gefehlt, erklärte Vattern, und verklickerte uns kleinen Dötzen ohne ein Wort von Globalisierung und Attac, dass die Bandenwerbung für uns deutsche TV-Zuschauer geschaltet werde; zu Zeiten der Deutschland AG zahlungskräftiger und TV-affiner als die Bewohner der Gastgeberstaaten.

Ansgar Ragentor, kalauerten wir in den 90ern. Dieses hier könnte von Hörmann sein.
In dieser Woche begab es sich dann im Rahmen des Audi-Cups in der Allianz-Arena zu München (auch sowas gab's übrigens damals nicht: nach Sponsoren benannte Pokale und Stadien. Arenen schonmal gar nicht), dass der Gastgeber FC Bayern und Manchester United das Finale austrugen.
Und da musste ich feststellen, dass auf den inzwischen elektronisch animierten Banden heute nicht mehr für Baumärkte, Würste und Garagentore geworben wird, sondern die italienischen Zuschauer "Bienvenutti al Allianz Arena" geheißen werden, Audi in die weite Welt seine "100 years of perfection" herausbrüllt -- und ein mir unbekanntes Unternehmen in mir unbekannten Schriftzeichen für ein mir unbekanntes Produkt warb. Vielleicht waren es Salamis aus Shanghai, Garagentore aus Guangzhou oder Baumärkte aus Beijing. Auf jeden Fall war es chinesisch.
Und das hat mich dann doch irritiert.
Sollte es nicht erst in 35 Jahren so weit sein?
Bild: Flickr.com/eriwst, veröffentlicht unter der Creative Commons-Lizenz.
Wir haben doch sicher in unserer Kindheit oder in der Jugend alle mal beim Länderspiel-Abend auf der Couch den Eltern die Frage gestellt, wie es denn komme, dass bei einem Fußballländerspiel der deutschen Elf in Jugoslawien, Spanien oder Chile für Unternehmen wie Marten, Bauhaus oder Hörmann geworben wird. Haben Balkan-Bewohner ein geheimes Faible für Salami aus Gütersloh? Sind die Iberer ähnlich begeisterte Heimwerker wie die Deutschen und die Baumarkt-Kette expandiert zwischen Bilbao und Gibraltar? Und der gemeine Chilene legt insbesondere bei Garagentoren Wert auf deutsche Qualitätsarbeit?
Weit gefehlt, erklärte Vattern, und verklickerte uns kleinen Dötzen ohne ein Wort von Globalisierung und Attac, dass die Bandenwerbung für uns deutsche TV-Zuschauer geschaltet werde; zu Zeiten der Deutschland AG zahlungskräftiger und TV-affiner als die Bewohner der Gastgeberstaaten.

Ansgar Ragentor, kalauerten wir in den 90ern. Dieses hier könnte von Hörmann sein.
In dieser Woche begab es sich dann im Rahmen des Audi-Cups in der Allianz-Arena zu München (auch sowas gab's übrigens damals nicht: nach Sponsoren benannte Pokale und Stadien. Arenen schonmal gar nicht), dass der Gastgeber FC Bayern und Manchester United das Finale austrugen.
Und da musste ich feststellen, dass auf den inzwischen elektronisch animierten Banden heute nicht mehr für Baumärkte, Würste und Garagentore geworben wird, sondern die italienischen Zuschauer "Bienvenutti al Allianz Arena" geheißen werden, Audi in die weite Welt seine "100 years of perfection" herausbrüllt -- und ein mir unbekanntes Unternehmen in mir unbekannten Schriftzeichen für ein mir unbekanntes Produkt warb. Vielleicht waren es Salamis aus Shanghai, Garagentore aus Guangzhou oder Baumärkte aus Beijing. Auf jeden Fall war es chinesisch.
Und das hat mich dann doch irritiert.
Sollte es nicht erst in 35 Jahren so weit sein?
Bild: Flickr.com/eriwst, veröffentlicht unter der Creative Commons-Lizenz.
Florian schreibt:
Ich dachte ja, diese elektronische Werbung würde dann jeweils für jedes Land separat geschaltet - aber soweit ist man offenbar noch nicht, oder?
Florian | Website |02.08.2009 - 16:49
Jenn schreibt:
If information were sccoer, this would be a goooooal!
Jenn | Website |20.08.2011 - 05:27
pxkwtpc schreibt:
25YmwI vrlaffuuvhrq
pxkwtpc | Website |25.08.2011 - 17:02
rashidaljafad schreibt:
lexapro withdrawls 8-PPP topamax :O
rashidaljafad | Website |30.08.2011 - 01:34
zoevondiether schreibt:
propecia wsndm topamax wpkkmw
zoevondiether | Website |16.09.2011 - 03:00
Letzte Artikel
Anzeige
Anzeige
Hier könnte ihre Werbung stehen.....

Kommentieren (5)
Empfehlen
RSS-Feed abonnieren