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Sportjournalismus im Konjunktiv
Unseren aufrichtigen Glückwunsch, lieber Kollege Kramer vom SPIEGEL, auch zu dieser Frage in Ihrem aktuellen Interview mit Michael Ballack:

"Was hätte es für Ihre Nationalmannschaftskarriere bedeutet, wenn die Qualifikation für die WM in Südafrika verpasst worden wäre?"

Da ist wirkliches, klares, investigatives Nachhaken erkennbar. Sportjournalismus im Konjunktiv II! Vielleicht gar neuer Lehrstoff an den Journalistenschulen des Landes?

Auf jeden Fall eine Frage mit Vorbildcharakter für zahlreiche andere Interviews im Sport! Sollten Sie, lieber Kollege Kramer, demnächst zum Beispiel mal Uli Hoeneß interviewen, könnten Sie's zum Beispiel mit folgenden Fragen versuchen:
- Was hätte es für den FC Bayern bedeutet, wenn der Verein in der letzten Saison die Champions League gewonnen / aus der Bundesliga abgestiegen wäre? Wäre Klinsmann in ersterem Fall noch als Trainer geblieben, hätten Sie im letzteren Fall den Managerjob ein für allemal drangegeben?
Wir sind wirklich gespannt auf die Antworten.

Vielleicht sind die ja tatsächlich so gut wie die von Michael Ballack auf obige Frage im Spiegel-Interview:
"Gut, dass sich die Frage nicht mehr stellt."

Veröffentlicht von Florian Neuhann um 19:52:16 am 02.11.2009 in Rubrik "Die Erkenntnis"
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