Ja, wir schämen uns!
In Ordnung, lieber Lothar Matthäus, wir schämen uns ja schon. Und zwar
zurecht.
Auch wir haben, ob hier auf diesem Blog oder in privaten Gesprächen, immer mal wieder gelästert über die nicht so recht startende Trainerkarriere des Lothar M., geboren 1961 in Erlangen. Auch wir haben uns klammheimlich gefreut, als es mal wieder nichts wurde - ob nun in Berlin, Bielefeld oder bei der Düsseldorfer Fortuna. Ja, auch wir haben gern dieses blöde alte Video mit Deinen Englischkenntnissen hervorgekramt, und auch wir mussten insgeheim kichern, als wir von immer neuen Engagements in Israel, Ungarn, Österreich oder Brasilien hörten - nur nie in Deutschland. Echt, Lothar, das war wirklich doof von uns.
Gut, dass Du uns heute morgen beim Frühstücksei nochmal die Augen geöffnet hast, mit Deinem großen Interview in der FAS. "In anderen Ländern geht man mit Idolen anders um, und ich bin ein Idol im Fußball in Deutschland", hast Du uns da entgegengerufen. Und weiter: "Nach Franz Beckenbauer bin ich ganz sicher die zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit Deutschlands, weltweit. Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen."
Was wäre nur aus der deutschen Nationalelf geworden, zum Beispiel, hättest nur Du damals den Job als Bundestrainer übernommen statt Rudi Völler? Oder aus dem FC Bayern, hätte Hoeneß Dich damals zum Reformer auserkoren statt Jürgen Klinsmann? Mannomann. Alles verlorene Jahre. Für uns, für den deutschen Fußball, ja für die deutsche Nation, die so mit einem Idol nun wirklich nicht umgehen sollte.
Sorry, Lothar! Tut uns wirklich Leid.
Und übrigens: Wir haben gerade gehört, dass der FC Kabul derzeit dringend einen neuen Trainer sucht. Da haben wir sofort an Dich gedacht. Könntest Dich dann gleich noch um die deutsch-afghanischen Beziehungen kümmern. Die brauchen auch mal neuen Schwung.
Bild: Flickr.com/spudmurphy, veröffentlicht unter der Creative Commons-Lizenz.
In Ordnung, lieber Lothar Matthäus, wir schämen uns ja schon. Und zwar
zurecht.Auch wir haben, ob hier auf diesem Blog oder in privaten Gesprächen, immer mal wieder gelästert über die nicht so recht startende Trainerkarriere des Lothar M., geboren 1961 in Erlangen. Auch wir haben uns klammheimlich gefreut, als es mal wieder nichts wurde - ob nun in Berlin, Bielefeld oder bei der Düsseldorfer Fortuna. Ja, auch wir haben gern dieses blöde alte Video mit Deinen Englischkenntnissen hervorgekramt, und auch wir mussten insgeheim kichern, als wir von immer neuen Engagements in Israel, Ungarn, Österreich oder Brasilien hörten - nur nie in Deutschland. Echt, Lothar, das war wirklich doof von uns.
Gut, dass Du uns heute morgen beim Frühstücksei nochmal die Augen geöffnet hast, mit Deinem großen Interview in der FAS. "In anderen Ländern geht man mit Idolen anders um, und ich bin ein Idol im Fußball in Deutschland", hast Du uns da entgegengerufen. Und weiter: "Nach Franz Beckenbauer bin ich ganz sicher die zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit Deutschlands, weltweit. Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen."
Was wäre nur aus der deutschen Nationalelf geworden, zum Beispiel, hättest nur Du damals den Job als Bundestrainer übernommen statt Rudi Völler? Oder aus dem FC Bayern, hätte Hoeneß Dich damals zum Reformer auserkoren statt Jürgen Klinsmann? Mannomann. Alles verlorene Jahre. Für uns, für den deutschen Fußball, ja für die deutsche Nation, die so mit einem Idol nun wirklich nicht umgehen sollte.
Sorry, Lothar! Tut uns wirklich Leid.
Und übrigens: Wir haben gerade gehört, dass der FC Kabul derzeit dringend einen neuen Trainer sucht. Da haben wir sofort an Dich gedacht. Könntest Dich dann gleich noch um die deutsch-afghanischen Beziehungen kümmern. Die brauchen auch mal neuen Schwung.
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